Smooth Scroll in Contao einbinden

Smoothscroll ist besonders bei OnePage-Weseiten sehr beliebt – um ehrlich zu sein wirkt ein Onepager ohne entsprechenden Effekt auch nicht sonderlich hochwertig. 😉 Um smoothscroll in Contao einzubinden, muss man wie folgt vorgehen:

1. Seitenlayout öffnen

2. jquery aktivieren

3. im <head> Bereich folgenden Code einfĂŒgen:

 

Und schon scrollt die Webseite flĂŒssig. Die Einbindung eines extra Skriptes ist nicht notwendig.

Die Optik des Effekts kann mit den fett markierten Werten angepasst werden. Die ‚1000‘ steht hier fĂŒr die Animationsdauer in ms, ’swing‘ ist der Animationseffekt. Da hier allerdings nur auf den jquery core zurĂŒck gegriffen wird, sind nur ‚linear‘ und ’swing‘ verfĂŒgbar. Wer mehr Effekte wĂŒnscht, mĂŒsste zusĂ€tzlich JQUery UI einbinden.

Piwik datenschutzkonform einbinden

Analysetools wie Google Analytics oder Piwik sind im Trend und auf vielen Webseiten eingebunden. Problematisch ist allerdings, dass offenbar weder Seitenbetreiber noch Webmaster bzw. Webdesigner genauere Kenntnisse darĂŒber haben, wie eine datenschutzkonforme Einbindung erfolgen muss. So ist beispielsweise die bloße Anonymisierung der IP-Adressen nicht ausreichend. Hinzu kommt, dass auch wegen einer fehlenden oder fehlerhaften DatenschutzerklĂ€rung eine Abhmanung erfolgen kann.

FĂŒr die Nutzung von Webanalysetools hat der DĂŒsseldorfer Kreis bereits im Jahr 2009 konkrete Vorgaben ausformuliert, konkret folgendes:

  • Dem Besucher muss der Widerspruch ermöglicht werden
  • Pseudonymisierte Daten mĂŒssen pseudonymisiert bleiben und gelöscht werden, wenn nicht mehr benötigt
  • In der DatenschutzerklĂ€rung muss ausdrĂŒcklich auf die Verwendung von Analyse-Tools hingewiesen werden
  • Ohne ausdrĂŒckliche Einwilligung dĂŒrfen keine vollstĂ€ndigen IP-Adressen verarbeitet werden
  • Erfolgt die Analyse nicht auf dem eigenen Webserver, mĂŒssen die Vorschriften der Auftragsdatenverarbeitung eingehalten werden

Bevor es jedoch an die Umsetzung geht, muss die wichtigste Entscheidung getroffen werden: Google Analytics oder Piwik? Bei mir fiel die Entscheidung auf Piwik, sowohl aus politischen als auch als pragmatischen GrĂŒnden: ZunĂ€chst einmal ist Piwik Open-Source, also kostenfrei verfĂŒgbar und – jedenfalls im Gegensatz zu Google Analytics – relativ unabhĂ€ngig. Auch vom Funktionsumfang her ist Piwik fĂŒr die allermeisten Projekte ausreichend. Viel wichtiger aber noch: Die Daten liegen ausschließlich bei mir, was wiederum die Anforderungen an eine Auftragsdatenverarbeitung entfallen lĂ€sst. Diese ist in § 11 BDSG geregelt und besagt unter anderem, dass entsprechende VertrĂ€ge schriftlich zu schließen sind. Will heißen: Nutzer [nbsp]von Google Analytics mĂŒssten einen schriftlichen Vertrag mit Google abschließen. Es gibt dafĂŒr einen Mustervertrag, der an die Zentrale in Irland gesendet werden muss. Einigen Nutzerberichten im Internet zufolge kann es hierbei wohl zu grĂ¶ĂŸeren Verzögerungen kommen; da ich selber das Problem durch Piwik umgangen habe, kann ich das aber weder bestĂ€tigen noch widerlegen.

Die Erfordernis entfĂ€llt natĂŒrlich nur, wenn Piwik von der selben Person betrieben wird wie die Webseite. Wird z.B. die Piwik-Installation eines Webdesigners genutzt, mĂŒsste ein Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung geschlossen werden.

Nach diesem anfĂ€nglichen ErwĂ€gungen geht es nun also um die datenchutzkonforme Einbindung von Piwik, in meinem Fall in das Content-Management-System Contao. DafĂŒr ist wie folgt vorzugehen:

  1. ZunÀchst sind beide Systeme zu installieren
  2. In Piwik oben rechts auf „Administration“ klicken, dann links auf PrivatsphĂ€re
  3. Die Anonymisierung der IP-Adressen aktivieren
  4. Auf der selben Seite etwas runter scrollen; dort findet[nbsp]sich unter „Piwik-Deaktivierung fĂŒr Ihre Besucher“ ein iframe, der in die DatenschutzerklĂ€rung einzufĂŒgen ist. Das ist wichtig, weil dem Benutzer nur so eine Wahrnehmung des gesetzlich erforderlichen Widerspruchs möglich ist!
  5. In der DatenschutzerklÀrung muss auf die Nutzung von Piwik hingewiesen werden, ein Muster gibt es z.B. hier.
  6. Sodann kann im Seiten-Layout der Piwik-Tracking-Code eingebunden werden. dazu muss in Piwik auf Administration/Webseiten geklickt werden. Der Tracking-Code kann dort angezeigt werden.
  7. Dieser Code wird im Seitenlayout unter „Eigener Javascript-Code“ eingefĂŒgt

Und schon lÀuft Piwik.[nbsp]

Zu beachten wĂ€re jetzt noch, dass Piwik fĂŒr das Tracking Cookies setzt. Auch hier ist die Rechstlage nicht gĂ€nzlich sicher. FĂŒr Contao-Nutzer könnte hier z.B. die Cookiebar interessant sein.